Vergessene Heilpflanzen der Kelten: Mädesüß
Das Mädesüß (Filipendula ulmaria) ist eine uralte Heilpflanze der Kelten und Germanen. Seine große spirituelle Bedeutung ist durch Funde von Mädesüßblüten als Opfergabe in Gräbern ab der Bronzezeit (3300 v. Chr. – 1200 v. Chr.) belegt.
Das Heilkraut ist ein Mitglied der Rosenfamilie und ist auf nährstoffreichen, feuchten Böden in ganz Europa zu finden.
Mädesüß wird bis zu zwei Meter hoch und trägt cremeweiße, nach Marzipan duftende Blütenrispen.
Der Name Mädesüß stammt vermutlich aus der Zeit, als das Heilkraut auch zum Aromatisieren und Süßen von Met (Metsüße) verwendet wurde.
Die Heilpflanze zählt neben dem Eisenkraut und der Wasserminze zu den 3 wichtigsten Heilkräuter der keltischen Druiden.
Spirituelle Bedeutung
Das Mädesüß gilt seit der Antike als eine der bedeutendsten "Zauberpflanzen" Europas. Seine spirituelle Bedeutung ist eng mit Wandel, Reinigung und weiblicher Energie verknüpft.
Es wird daher gerne bei allen Arten von Übergangsriten und Initiationen verwendet.
Die Heilpflanze soll dabei helfen, Altes loszulassen und Raum für Neues zu schaffen. Sie gilt außerdem als Türöffner für die eigene Wahrnehmung und Intuition.
Mädesüß ist auch geeignet, um Orte zu reinigen und zu weihen.
Wirkung auf den Körper
Das Mädesüß wird gerne als pflanzliches Aspirin bezeichnet, da es natürliche Vorstufen von Salicylsäure enthält. Es gilt allerdings als viel magenschonender als das chemische Präparat. Mädesüß kann viele positive Effekte auf den Körper haben und schmerzlindernd, entzündungshemmend, fiebersenkend, schweiß- und harntreibend, sowie blutverdünnend wirken.
In der Volksheilkunde wird es schon seit Urzeiten bei Kopfschmerzen, Migräne, rheumatischen Beschwerden und Gelenkschmerzen, grippalen Infekten, Fieber und bakteriellen Entzündungen der Harnwege verwendet.
Aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe kann Mädesüß zudem bei Durchfallerkrankungen eingesetzt werden.
Wirkung auf die Psyche und Seele
Mädesüß wird allgemein als Begleiter in belastenden Lebensphasen sehr geschätzt.
In der traditionellen Naturheilkunde wird dem Heilkraut folgende Wirkungen auf die Psyche und die Seele zugeschrieben:
- Stimmungsaufhellend
- Lebensfreude, Vertrauen und Zuversicht stärkend
- Entspannend und Beruhigend
- Förderung von psychischer Widerstandskraft, emotionaler Balance und persönlicher Entwicklung
Anwendung und Rezepte
Mädesüß kann als Tee, Tinktur, Räucherung oder kulinarisch verwendet werden.
Im Internet finden sich viele Rezepte und Bezugsquellen.
Mögliche Nebenwirkungen
Personen mit einer Überempfindlichkeit gegen Salicylate (Aspirin-Allergie), sowie Asthmatiker und Schwangere sollten Mädesüß nicht verwenden.
Aufgrund der blutverdünnenden Wirkung der Heilpflanze sollte eine Dosierung von 2-3 Tassen Tee pro Tag nicht überschritten werden. Mädesüß sollte daher nicht zusammen mit anderen blutverdünnenden Medikamenten verwendet werden.
Disclaimer: Dieser Artikel dient nur der Information und ersetzt keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Garantie für eine Heilwirkung oder Linderung von Beschwerden gegeben.
Autor: Thomas Unger
Zuletzt aktualisiert am 04.03.2026
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